Die Fachhochschule des bfi Wien hat ein neues Kompetenzzentrum mit Forschungsschwerpunkt "Basel II" eingerichtet. Der Schwerpunkt liegt im Bereich Banken und Mittelstand...
Wien (OTS) - Ende Juni soll der endgültige Vertragstext für die
neuen Regelungen nach der "Neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung"
veröffentlicht werden. Diese unter dem Begriff "Basel II"
zusammengefassten Neuerungen haben, wie bereits mehrfach berichtet,
unter anderem Auswirkungen auf Risikomanagement-Systeme in Banken und
deren Kreditvergabepolitik sowie auf Unternehmen mit (Kredit-)
Finanzierungsbedarf.
Diese und andere Fragestellungen im Zusammenhang mit Basel II
werden im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsschwerpunkts der
Fachhochschule des bfi Wien analysiert. Neben den bereits bestehenden
Kooperationen (u.a. mit dem "Kreditschutzverband von 1870") wird es
künftig verstärkt gemeinsame Forschungsprojekte mit Banken geben.
Rudolf Stickler, Rektor der FH des bfi Wien, ist optimistisch: "Zwei
große Österreichische Bankinstitute haben bereits Interesse an einer
Zusammenarbeit signalisiert, in den nächsten Wochen geht es um die
Details."
Eine andere Zielgruppe des Forschungsschwerpunkts der FH des bfi
Wien sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die offene Fragen
etwa zum eigenen Rating nach Basel II oder zu alternativen
Finanzierungsformen haben. Dazu wurde eine eigene Internet-Site
eingerichtet, die laufend aktualisiert wird -
basel2.fh-vie.at. Im Herbst wird eine Schriftenreihe zum Thema
Basel II gestartet, weiters findet eine Fachveranstaltung zu diesem
Thema statt. Konkrete Forschungsprojekte gemeinsam mit KMUs sind
ebenfalls vorgesehen.
ür Peter Sturm, Leiter des Projekts, sind die
Forschungskooperationen mit der Wirtschaft aus mehreren Gründen
wichtig: "Erstens leisten wir dadurch einen Beitrag zu mehr
Anwendungsbezogenheit in der Forschung zu Basel II. Zweitens können
wir bei unseren Service-Angeboten für KMUs gezielter auf
Informationsdefizite eingehen. Und drittens profitieren unsere
Studenten durch den Transfer der praxisbezogenen Forschungsergebnisse
in die Lehrveranstaltungen".
Zwtl.: Das Studienangebot an der FH des bfi Wien
Derzeit besuchen 1.120 Studenten einen der vier FH-Studiengänge:
Bank- und Finanzwirtschaft, Europäische Wirtschaft und
Unternehmensführung, Logistik und Transportmanagement,
Projektmanagement und Informationstechnik. 390 Absolventen haben ihr
Studium bereits abgeschlossen. Seit Oktober 2003 wird auch der
postgraduale universitäre Lehrgang MBA-Risk Management angeboten.
Weitere Informationenerteilt die FH des bfi Wien,
Wohlmutstraße 22, 1020 Wien,
Tel.: +43-1-720 12 86,
mailto:info@fh-vie.ac.at
http://basel2.fh-vie.at