Aktuelle Studie analysiert erfolgreiche Basel-II- Umsetzungen und zeigt die Schritte zu einer integrierten Risiko- und Unternehmenssteuerung auf...
Einer pünktlichen Anwendung der neuen Eigenkapitalregeln durch die europäische Kreditwirtschaft ab Anfang 2007 dürfte nichts mehr im Wege stehen. Der Entwurf eines Gesetzes zur Umsetzung der neu gefassten Bankenrichtlinie und Kapitaladäquanzrichtlinie (Basel II) ist vor wenigen Tagen durch das Bundeskabinett verabschiedet worden und somit unter Dach und Fach. Die im Kreditwesengesetz zu verankernden neuen gesetzlichen Regelungen stellen die bedeutendsten Änderungen für die Bankenaufsicht seit den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts dar und tragen somit zur Vollendung des Binnenmarktes für Finanzdienstleistungen bei. Gegenstand des Gesetzentwurfs sind risikoorientierte Eigenkapitalanforderungen für Banken und Wertpapierhäuser bei der Kreditvergabe und ihren sonstigen Geschäften.
Um dieses Ziel zu erreichen haben vor allem die international operierenden Konzerne mehrere Hundert Millionen Euro in verbesserte Risiko-Management-Systeme investiert. "Die internen Rating-Verfahren der Kreditinstitute haben einen echten Innovationsschub im Risiko-Management der Banken ausgelöst", so Bundesbank-Vorstand Edgar Meister. Die regulatorischen Anforderungen sind erfüllt! Was nun? Wie können Banken eine Brücke zu einer integrierten Risiko-/Ertragssteuerung bauen?
Gründe für eine Professionalisierung des Risikomanagements liefert vor allem die Betriebswirtschaft
Die Notwendigkeit für den Aufbau eines professionellen Risikomanagements kann vor allem betriebswirtschaftlich begründet werden. Die Übernahme von Risiken bildet schließlich die Geschäftsgrundlage von Banken. Die Entwicklungen auf den Finanzmärkten sowie die zunehmenden Komplexität des Bankgeschäfts sind weitere Treiber. Die Einführung von risikosensitiven Steuerungswerkzeugen hat somit nicht ausschließlich einen aufsichtsrechtlichen Hintergrund, sondern sollte vielmehr im ureigenen Interesse aller Anspruchsgruppen einer Bank liegen. Der Schwerpunkt eines professionellen Risikomanagements liegt vor allem auf der Sicherstellung der Risikotragfähigkeit und einer angemessenen Risiko-/ Ertragssteuerung. "Man muss den Regulatoren zu Gute halten, dass sie nicht zuletzt durch Basel II die fragmentierte deutsche Bankenlandschaft wachgerüttelt und vor allem im Hinblick auf das bankinterne Risikomanagement an internationale Standards herangeführt haben. Wir sehen hier erhebliche Werthebel, um die Ertragskraft weiter nachhaltig zu stärken", so Wolfgang Hartmann, Chief Risk Officer und Vorstandsmitglied der Commerzbank AG.
Inhalte der Studie ???Countdown Basel II – was nun?“
Im Rahmen der von RiskNET und mit Unterstützung von SAS Deutschland durchgeführten Studie "Countdown Basel II - was nun?" berichten Banken – basierend auf einer empirischen Befragung plus exklusiven Erfahrungsberichten von Risikovorständen – über erfolgreiche Basel-II-Umsetzungen sowie über die Schritte zu einer integrierten Risiko- und Unternehmenssteuerung, um so den Unternehmenswert zu steigern.
Bis Ende März können Basel-II-Verantwortliche, Risikomanager und weitere Interessenten an der Studie unter http://basel2.risknet.de teilnehmen. Erste Ergebnisse werden auf der RISK06, dem SAS Gipfeltreffen der Risikomanager, am 27. April 2006 in Wiesbaden, präsentiert.
Über die Autoren der Studie:
RiskNET® ist der führende unabhängige deutschsprachige Wissenspool rund um den Themenkomplex Risikomanagement. RiskNET basiert auf einem Netzwerk und lebt von dem Dialog mit hochkarätigen Experten aus Wissenschaft und Praxis. Basierend auf einer aktuellen empirischen Studie (siehe CM controller magazin 3/04, 244ff.) ist RiskNET das führende vertikale Kompetenzportal im Bereich Controlling und Risikomanagement. So stufen die Experten der FH Coburg insbesondere den Informationsgehalt sowie die Aktualität als sehr hoch ein. Weitere Informationen unter www.risknet.de
SAS Institute ist der weltweit führende Anbieter von Business-Intelligence-Lösungen und -Services, die Unternehmen befähigen, aus Geschäftsdaten wertvolles Wissen für strategische Entscheidungen zu gewinnen. Mit einem Umsatz von 1,68 Milliarden US-Dollar in 2005 setzt das weltweit größte Software-Unternehmen in privater Hand sein kontinuierliches Wachstum zum 29. Mal in Folge fort. Weitere Informationen unter www.sas.de